Die neue Orgel in der Pfarrkirche Ziersdorf

_A109531.jpg (533×800)

Die Geschichte der Orgel läßt sich bis zum 3. vorchristlichen Jahrhundert zurückverfolgen. Dies belegen Zeugnisse in Alexandrien/Ägypten in Form der ‚Wasserorgel‘. Im antiken Griechenland war sie bei Wettkämpfen und Festspielen, im Römischen Imperium auch als ‚Circus’-Attraktion zur weltlichen Unterhaltung im Einsatz und äußerst beliebt.

Erst ab dem 11. Jahrhundert erfüllte sie in mittelalterlichen Kirchen und Klöstern geistliche Aufgaben.

Die Niederösterreichische Orgellandschaft gibt Gelegenheit den historischen Orgelbau in kostbar erhaltenen Gotteshäusern bis ins frühe 17. Jahrhundert nach zu vollziehen.Beachtenswert ist die im Idealfall anzutreffende Einheit aus Architektur und Raumakustik mit der äußeren Erscheinungsform der Instrumente und ihrer Stimmenanzahl.

Das älteste Klangdenkmal der Region ist das 1678 gefertigte Oberdürnbacher Hoch-Positiv, von Lambert Koprecht aus einer ‚Tischorgel’ um 1600 gefertigt.

Die Pfarrkirche hl. Katharina und hl. Wolfgang in Ziersdorf wartet neben ihrem historischen Kern und erhaltener gotischer Apsis mit einer großzügigen baulichen Erweiterung aus dem Jahre 1993 auf. Im Sinne des künstlerischen Gesamtkonzeptes wird der gewachsene Sakralraum zum 900-Jahrjubiläum der Marktgemeinde mit einer neuen Orgel der Werkstätte Gerhard Grenzing/El Papiol-Barcelona ausgestattet. Diversen Vorgängerinstrumenten, dem jeweiligen Zeitgeschmack verpflichtet , folgt nun ein Neubau. Dieser entspricht in seiner innovativen Konzeption mit mechanischen Schleifladen nach klassischem Bauprinzip und symphonisch orientiertem Klangcharakter hohen liturgischen und konzertanten Ansprüchen.

 

Disposition der neuen Orgel


I. Gd.-Orgue II. Récit expr.

Montre 8’

Cor de Nuit 8’

Flûte à cheminée 8’

Viole de Gambe 8’

Voix céleste 8’

Prestant 4’

Flûte conique 4’

Nasard 2 2/3’

Quarte de Nasard 2’

Tierce 1 3/5’

Clarinette 8’

Hautbois 8’

Trompette 8’

Tremblant

Pedale

II-I

Soubasse 16’

I-P

Bourdon 8’ (Ext. Soubasse 16’)

II-P

Flûte 8’

Flûte 4’

II 16’-I

Basson 16’

Trompette 8’ (Ext. Basson 16‘)


Stimmung: ungleichschwebend

Manualumfänge: C – g3

Pedal: C – f1